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Börsenperspektiven 2026

Prof. Dr. Stefan May
,
Leiter Anlagestrategie und Produktentwicklung
3
Minuten

Schwerwiegende geopolitische und wirtschaftliche Hindernisse prägten auch das Anlagejahr 2025. Erneut gelang es aber vielen Märkten, sich davon freizumachen, wie die nachfolgende Grafik illustriert.

Die Aktienmarktentwicklung im abgelaufenen Jahr verdeutlicht einmal mehr, wie sehr der Versuch, günstige Ein- und Ausstiegszeitpunkte abzupassen, einem Wertpapierdepot schaden kann. Aufgeschreckt durch die Trump’sche Zollkeule Anfang April, sind nicht wenige Anlegerinnen und Anleger aus Aktien ausgestiegen. Die anschließende äußerst schnelle Erholung innerhalb weniger Wochen dürften dagegen die meisten verpasst haben – wertvolle Rendite blieb somit auf der Strecke.  

Auch die von verschiedenen Medien und Analysten speziell in den ersten Monaten des Jahres empfohlene Umschichtung von US-Aktien in den europäischen Markt war letztlich schlecht getimt. Die US-Märkte setzten ab dem späten Frühjahr zu einer eindrucksvollen Aufholbewegung an1.

Wer trotz des aufreibenden Börsenjahres investiert geblieben ist, fuhr am Ende sehr ordentliche Gewinne ein – selbst wenn man den schwachen Dollar berücksichtigt, der das Ergebnis für Euro-Anlegerinnen und -Anleger geschmälert hat.    

Diese Entwicklungen sind ein weiterer Beleg dafür, dass Anlageentscheidungen nicht an aktuellen Marktereignissen oder Prognosen ausgerichtet werden sollten.

Dennoch sind Einschätzungen politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen sowie ihrer Einflüsse auf die Märkte sinnvoll. Sie dienen gewissermaßen als gedankliche „Leitplanken“ und helfen dabei, sich auch in turbulenten Marktphasen nicht von einer aus guten Gründen gewählten Anlagestrategie abbringen zu lassen.

Unsere Sicht auf Wirtschaft und Märkte finden Sie in der folgenden PDF-Publikation in Verbindung mit 24 Grafiken.

Wie immer werden die Kapitalmärkte auch im Jahr 2026 mit einer Reihe von Unsicherheitsfaktoren konfrontiert sein: z. B. anhaltenden geopolitischen Krisen, schwächelndem Wachstum in vielen Ländern, Protektionismus im Welthandel und noch nicht ausgeräumten Inflationssorgen.

Es gibt aber auch nennenswerte Stützpfeiler für die Märkte: z. B. auf breiter Front widerstandsfähige Konzernbilanzen, weiteres Senkungspotenzial bei den Leitzinsen, einen relativ stabilen Tech-Sektor und einen intakten Forschungs- und Innovationstrend – allesamt Entwicklungen, die das Potenzial haben, die negativen Faktoren überzukompensieren.

Wir freuen uns, wenn Sie tiefer in unsere Börsenperspektiven 2026 (im PDF-Format) einsteigen, und wünschen Ihnen eine spannende Lektüre.

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Im abgelaufenen Börsenjahr wurden an den Finanzmärkten vor allem die Staatsverschuldungstrends kritisch beurteilt. Speziell die Entwicklung in der größten Wirtschaftsmacht der Welt stand dabei im Fokus. Auch wir haben uns im Rahmen unseres Logbuchs mit den US-Staatsschulden auseinandergesetzt. Bei Interesse erfahren Sie mehr in der entsprechenden Ausgabe: „Big Beautiful Bill: Wachstumsturbo oder Totalschaden?

1 Passender Logbuch-Beitrag: „Finanzmärkteund Presse – eine unheilige Allianz“ vom 14.11.2025.

Disclaimer/rechtliche Hinweise:

Der Beitrag ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Er enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Erläuterungen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt und können keine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung ersetzen. Die Informationen stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar. Die Vervielfältigung und Weiterverbreitung ist nicht erlaubt. Kein Teil darf (auch nicht auszugsweise) ohne unsere ausdrückliche vorherige schriftliche Genehmigung nachgedruckt oder in ein Informationssystem übertragen oder auf irgendeine Weise gespeichert werden, und zwar weder elektronisch, mechanisch, per Fotokopie noch auf andere Weise.

Über den Autor
Prof. Dr. Stefan May

Prof. Dr. Stefan May ist als Leiter Anlagestrategie und Produktentwicklung seit 2014 bei der Quirin Privatbank tätig und hat jahrzehntelange Erfahrung in der Kapitalmarktpraxis. Er ist zudem seit rund 30 Jahren Professor für Finanzmarktanalyse und Portfoliomanagement an der Technischen Hochschule Ingolstadt (mittlerweile emeritiert). Prof. May hatte maßgeblichen Anteil an der Einführung unseres auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der Kapitalmarktforschung basierenden Anlagekonzepts. Als Vorsitzender des Anlageausschusses der Bank ist er – gemeinsam mit dem Team der Vermögensverwaltung – nach wie vor für die fortlaufende Gestaltung und Optimierung der Anlagestrategien verantwortlich.

Hören Sie passend zum Thema unseren Podcast „klug anlegen“

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